Gepostet am 17.04.17

Kommuniktationsmehrwert von Crowdinvesting

Kommuniktationsmehrwert von Crowdinvesting

Die Finanzierungsform des Crowdinvesting, bei der (Micro-) Inverstoren und Anleger als Menge einem Unternehmen, Geldmittel zur Verfügung stellen, ist auch in Österreich mittlerweile, seit dem weltweit ersten erfolgreichen Crowdinvesting 2009 über die Plattform ProFounder, über diverse Onlineplattformen möglich. Der Anreiz der Investoren liegt bei dieser Art des Risikoinvestments alternativ  zu einer konservativen Geldanlageform vor allem in den deutlich höheren Renditen. Aus Unternehmenssicht bringt diese junge Finanzierungsform gleich mehrere Vorteile mit sich. Denn nicht nur mehr klassische Start-Ups setzen auf diese Form der Finanzierung, um teils überhaupt erst durchstarten zu können, sondern auch bereits etablierte österreichische KMUs nehmen Crowdinvesting in ihren Kapitalmix auf.

Crowdinvesting ist als junges Finanzierungsinstrument naturgemäß aus finanzwirtschaftlicher Perspektive spannend, aber nicht nur. Auch für die Kommunikationsbranche eröffnet diese innovative Finanzierungsform eine neue Spielwiese. Schon anlässlich des hohen Informationsbedarfs über die emittierenden Unternehmen bzw. über ihre Projekte ist Kommunikation in hohem Ausmaß gefragt, um das Investment überhaupt erst zu ermöglichen. Zuzüglich zu dieser essentiellen Funktion von Kommunikation beim Crowdinvesting eröffnen sich Unternehmen bzw. Brands im Detail große Potentiale, aus kommunikativer Sicht Mehrwert zu schaffen.

Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, durch professionelle Kommunikation ihren Bekanntheitsgrad zu steigern und über Crowdinvesting Onlineplattformen – als weiteren Point of Communication – potentielle Investoren für ihre Brand(s) als Fans und somit potentiellen Befürworten bzw. Konsumenten zu gewinnen.

Da es sich eben um ein Risikoinvestment handelt, suchen Investoren sich des Weiteren die Unternehmen, in diese sie investieren, nicht zuletzt aufgrund emotionaler Faktoren aus. Ganz reduziert zusammengefasst könnte man sagen, die Entscheidung der Investoren basiert auf Brandaffinität. Umso lieber sie eine Marke haben, desto eher identifizieren sie sich mit den Werten dieser bzw. des Unternehmens und sind gewillt, in ihrer Überzeugung davon, dass auch andere ihre Begeisterung für diese Brand teilen, ihr Investment bei dieser zu tätigen.

Zwar dienen die Kommunikationsziele, wie aus meinem PR Verständnis heraus immer, den übergeordneten betriebswirtschaftlichen Unternehmenszielen, jedoch spielen diese gerade hier eine beachtliche Rolle. Unternehmen profitieren daher beim Crowdinvesting nicht nur von den zur Verfügung gestellten finanziellen Mitteln sondern haben die Chance, beachtlichen Mehrwert durch professionelle Kommunikation zu schaffen. Neue Brandfans, die u.U. selbst Konsumenten sind, und als Botschafter agieren können sind zuzüglich zum Kapital zu haben.

Einmal mehr wird die große Bedeutung von Kommunikation als Tool zur Erreichung von Unternehmenszielen hier ersichtlich. Außerdem ist wohl implizit verständlich, dass für derartige Kommunikation Profis gefragt sind, die sowohl den ausbildungstechnischen Background als auch Erfahrung mitbringen. Aus diesem Grund sind Unternehmen hier gut beraten als eigenes Investment zur Generierung ihrer Finanzierung, Profis mit ihren Kommunikationsagenden zu beauftragen.